Gamma-StrahlungGamma-Strahlung besteht aus Photonen, also Lichtteilchen. Es handelt sich dabei um Strahlung die eine weit höhere Energie hat als sichtbares Licht. Gamma-Strahlung entsteht, wenn ein Atomkern von einem energiereichen Zustand in einen energiearmen Zustand übergeht, ohne dass sich dabei die Anzahl von Protonen oder Neutronen im Kern ändert. In einem energiereichen Zustand befindet sich ein Atomkern, wenn er rotiert oder gegenüber der günstigsten Form (oft die Kugelform) verformt ist. Die abgestrahlte Gamma-Strahlung kann Informationen über den Aufbau des Atomkerns und seine Schwingungsmöglichkeiten enthalten. Gamma-Strahlung ist mit der von Wilhelm Conrad Röntgen entdeckten Röntgenstrahlung identisch. Im englischen ist dafür der Begriff "x-rays" gebräuchlich. Obwohl es sich bei Gamma-Strahlung und Röntgenstrahlung um die gleiche Art elektromagnetischer Wellen handelt, werden die Begriffe Gamma-Strahlung und Röntgenstrahlung unterschiedlich verwendet. Als Röntgenstrahlung wird in der Regel Strahlung bezeichnet, die nicht bei Kernreaktionen sondern bei der Wechselwirkung von schnellen Elektronen mit Materie entsteht. Sie wird zum Beispiel in Röntgenröhren durch so genannte Bremsstrahlung und charakteristische Röntgenstrahlung erzeugt und zur Abbildung von Knochenbrüchen verwendet. Der Begriff Gamma-Strahlung wird dagegen nur verwendet, wenn die Strahlung aus Atomkernen stammt. |
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Letzte Änderung: 24.08.2006 |